Resonanz - Eine Million Lichterstadt Berlin

TIME
Light Brigade
People walk between candles of a light installation called “a million lights for the city Berlin“. The installation by Iranian-born artist Misha Boulorie is accompanied by music from German composer Simon Stockhausen and stands for the rights of children around the world. Some 5.000 children lit a million candles for the opening event.


EKD Evangelische Kirche in Deutschland, 21.08.2004

Berlin: Ein Lichtermeer der Hoffnung
Rund 4.000 Berliner Schüler entzündeten eine Million Lichter für Not leidende Kinder
Von Anne-Kathrin Fischer
Berlin (epd). Wo sonst Tausende von Autos fahren, brannten an diesem Abend Tausende von Kerzen. Rund um die Siegessäule am Großen Stern in Berlin herrschte eine unwirkliche Atmosphäre, erfüllt von den Geräuschen einer sphärischen Musik. Auf Inseln zwischen den Lichtern saßen junge Menschen. Das Flimmern so vieler Kerzen auf engem Raum glich einem Meer, auf dessen Oberfläche die Sonne reflektiert.
Im Straßenrund um die Siegessäule nutzten am Freitagabend rund 4.000 Berliner Schüler den eigens dafür gesperrten Verkehrsknotenpunkt, um Kerzen für Not leidende Kinder in der Welt anzuzünden. Die Aktion «Eine Million Lichterstadt Berlin» war von dem Konzeptkünstler Misha Bolouri zusammen mit der Hilfsorganisation World Vision Deutschland und dem Verein «KulturPate» vorbereitet worden. Eine Million Lichter standen dabei symbolisch für die Zahl von Kindern, die nach Angaben der Veranstalter jeden Monat weltweit an Unterernährung, Krankheit und Gewalt sterben.
«Als wir angefangen haben und die erste Reihe angezündet wurde, sind die Kerzen immer ausgegangen», erzählte die 17-jährige Laura. «Dann hat der Wind aber aufgehört, und es wurden immer mehr Kerzen, und es hat immer schöner ausgesehen.» Auch der zehnjährige Julius war begeistert: «Ich dachte zuerst, das wird sicher langweilig, aber jetzt ist es schön, auch mit der Musik.»
Die Toncollagen, die über den Großen Stern erschallten, waren ein Werk des Berliner Musikers Simon Stockhausen. Er hatte Kindergesänge aus aller Welt, Vogelstimmen und elektronische Klänge zu einer eigenwilligen Musik vermischt. Eine ähnliche Lichtinstallation hatte Misha Bolourie bereits 1996 um den Kölner Dom realisiert. Ziel damals wie heute sei es, mit einer künstlerischen Aktion Aufmerksamkeit auf ein dringliches soziales Thema zu lenken, so der Aktionskünstler.
Das Licht sollte dabei Hoffnung spenden und als Aufforderung dienen, die Gleichgültigkeit gegenüber benachteiligten Kindern abzulegen. Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk World Vision nannte eindringliche Zahlen: Mehr als 500 Millionen Kinder leben von weniger als einem Dollar am Tag, 150 Millionen Jungen und Mädchen unter fünf Jahren sind chronisch unterernährt. 100 Millionen Kinder besuchen keine Schule.
Mit zunehmender Dunkelheit wuchs um die Siegessäule das Lichtermeer. Unermüdlich zündeten die Schüler Kerze um Kerze an und stellten die Windlichter zu Sonnen, Weltkugeln und Friedenszeichen zusammen. Um zwölf Uhr, nach fünfeinhalb Stunden, war es geschafft. Kurt Bangert von World Vision verkündete, die Million sei nahezu erreicht. Doch noch immer wurden ganze Paletten mit Kerzen gebracht und ausgegangene Lichter wieder angezündet. Den Autos gehörte die Straße erst am frühen Morgen wieder.


ZIZ Zukunft im Zentrun Projekte im Focus, 21.08.2004

Eine Million Lichterstadt Berlin
"Eine Million Lichterstadt" ist ein Kunstwerk, dass auf die Rechte der Kinder dieser Welt aufmerksam macht und für den Kampf gegen Benachteiligung und Rassismus auf der ganzen Welt steht. Es ist ein Projekt, das Kinder und Jugendliche für den Kampf gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus sensibilisiert, das demokratisches Verhalten und ziviles Engagement stärkt und Toleranz und Weltoffenheit fördert.
Am 20. August 2004 haben 5.000 Kinder aus Berliner Schulen, Flüchtlingskinder und ausländische Kinder, eine Million Teelichter auf dem großen Stern rund um die Siegessäule entzündet.
Das Kunstprojekt wurde in den Schulen vorbereitet, um eine Sensibilisierung der Kinder für die Thematik zu erreichen. Die Kinder und Jugendlichen wurden im Vorfeld von dem Künstler Misha Bolourie über einen längeren Zeitraum persönlich betreut und für diese Installation geschult.

Auf der Basis einer Einladung des Berliner Senat arbeitete Misha Bolourie seit 1999 kontinuierlich an seiner zweiten Lichtinstallation "Eine Million Lichterstadt Berlin".
Die erste Lichtimprovisation "100.000 Lichter für 100.000 Kinder, die jeden Tag sterben" fand 1996 auf der Kölner Domplatte statt.

Ziel des Projektes "Eine Million Lichterstadt Berlin" ist zu zeigen, dass man gegen Gewalt und Rassismus vorgehen kann, dass man auch als einzelner, so klein und schwach man sich auch fühlt, etwas bewegen kann. Eine einzelne Kerze mag schwach erscheinen, aber sie kann schon Trost und Licht spenden. Wie sehr viel mehr können da eine Million Kerzen erhellen!


Zeitung: Die Welt, Berlin
Datum: 14.08.2004

Auszug:
"Kinder entzünden Lichter. Rund um die Siegessäule wollen 5000 Kinder am 20. August eine Million Teelichter entzünden. Mit der Aktion solle ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben gesetzt werden."


Zeitung: Berliner Morgenpost
Datum: 17.08.2004

Auszug:
"Eine Million Lichter für die Kinder. Eine Million Kerzen für die Kinder dieser Welt sollen am 20. August rund um die Siegessäule brennen. Die Lichter werden ein Zeichen der Hoffnung sein, ein einmaliges Kunstwerk und gleichzeitig ein Mahnmal."


Zeitung: B.Z., Berlin 
Datum: 19.08.2004

Auszug: 
"Lichtermeer für Kinder in Not. Das gab's an der Siegessäule noch nie: Eine Million Kerzen sollen am Freitagabend auf dem Großen Stern brennen!"


Zeitung: Die Rheinpfalz Ludwigshafen
Datum: 23.08.2004

Auszug:
"Lichtermeer für Not leidende Kinder. Mehrere tausend Berliner Schülerinnen und Schüler haben am Freitagabend rund um die Siegessäule ein Lichtermeer entfacht, um auf das Schicksal Not leidender Kinder aufmerksam zu machen."


Zeitung: Rhein-Zeitung, Koblenz
Datum: 23.08.2004
Auszug:
"Lichtmeer für Kinder in Not. 4000 Schülerinnen und Schüler aus 30 Berliner Schulen haben rund um die Siegessäule ein Lichtmeer entfacht, um auf das Schicksal Not leidender Kinder aufmerksam zu machen. Die Aktion "Eine Million Lichterstadt Berlin" in der Nacht zum Samstag hatte der iranische Konzeptkünstler Misha Bolouri zusammen..."


Zeitung: Neuer Tag, Weiden
Datum: 23.08.2004
Auszug:
"Lichtermeer der Hoffnung: Schüler entzünden eine Million Kerzen. Rund um die Siegessäule entzündeten 4000 Berliner Schüler Kerzen als Symbol für Not leidende Kinder in der Welt."


Zeitung: Mittelbayerische Zeitung, Regensburg
Datum: 23.08.2004
Auszug:
"Lichtermeer für Kinder in Not. Kinder haben an der Siegessäule in Berlin rund eine Million Kerzen angezündet."